Der museale [Bedeutungs]
Raum als Entwicklungskonstante der szenischen Topographien
#01: Das Deutsche Museum als öffentlicher
Raum ist ein spezifischer Ort. In ihm verdichten sich die
ausgestellten Exponate mit ihrer Patina des Historischen,
Technischen und Mythischen zur Reliquie der Moderne. #02: Als Reliquie der Moderne
subsummiert das Museum die Idee des dialektischen Experiments.
Das Experiment der dialektischen Ordnung erzeugt eine Kopie
der Welt, der machbaren durchaus utopischen Welt.
Der kartographische Prozess entwirft das Experiment als
rituell strukturiertes Herantasten an die Welt, an die mögliche
Welt.
Die angestrebten Experimente im öffentlichen [musealen]
Raum erzeugen ein mögliches kartographisches Gefüge
mit dem Codierungsthema der Neue Mensch in der Hypermoderne.
Die Gefüge können als polymere Landkarten symbolischer
Natur begriffen werden. Ihr Hintergrundecho bildet die Bedeutungspatina
des Museums, die sich als Entwicklungskonstante in die Landkarten
einschreibt. Die Entfaltung der Landkarten im öffentlichen
Raum der Welt - als mannigfaltiger Prozess temporärer
Natur - löst die Trennlinie zwischen Landkarten und
szenischen Topographien auf; zusammengelegt kann eine Landkarte
im Deutschen Museum als Reliquie einer szenischen Topographie
ausgestellt werden. Sie bildet die Differenz zum Experiment
der dialektischen Ordnung.