Persischer Lyriker und Theologe, Sufi. In Liebe zum Wanderderwisch
und Philosophen Sams-i-Tebrizi [Die Sonne Tebrizis] entbrannt,
glorifiziert er ihn zum Idealbild des Neuen Menschen. Die
Utopie der Liebe ist Mevlanas Gottesreich auf Erden, in dem
Gott, Welt und Ich in mythischem Rausch miteinander verschmelzen.
Die Zeit Mevlanas: Mongolische Horden wüten über
die Welt. Mevlana flieht mit seinem Vater aus Afghanistan
nach Konya. Mevlana wird Theologe und verliebt sich in den
Wanderderwisch Sams-i-Tabrizi.
Mevlana ist Sufist, ist Humanist. Die Liebe ist die Utopie,
in der die Welt sich zusammenschließt und sich mit
Gott vereinigt. In den Sphären der göttlichen
Liebe darf der Mensch sich über Glauben und Unglauben
hinwegsetzen. Gut und Böse, Angst und Sicherheit, Leib
und Seele werden im NICHTS untertauchen, Zeit und Raum verschwinden
in der mystischen Ekstase. Sein Dichten ist Musik, Passion,
Bilderflut. Das Metrum des Verses skandiert eine Sprech-Rhythmik.
Für jede Stimmung des Liebenden eine eigene Versart.