SPIELBILD 1:
meine blätter sind flink wie fische im meer [Gasteig/München
- 1998]
Eine Holzinstallation, Auseinandersetzung mit Hikmets jahrelangem
Eingesperrtsein. In das Holz der Skulptur wird die Stimme
des Dichters "eingeschlossen", das Holz vibriert:
Der Klang wird fühlbar.
SPIEL-BILD 2:
das raumschiff, das sich zum mars bewegt [Galerie Lothringer
Straße/München und Hamburger Westwerk/Hamburg -
1998]
Schlafaktion für einen Träumer, ein Herz und 1000
Rosen: Berkan Karpat sinkt unter 1000 Rosen in den Schlaf.
Als Schläfer steuert er mit seinen Körperimpulsen
Stimmaufnahmen von Hikmet. Die Stimme des Dichters wird leiser,
lauter, verwandelt sich in elektronische Musik.
SPIEL-BILD 3:
heute nacht trinke ich sonne [Neues Theater/München -
1998]
1938 wird Nazim Hikmet zwei Tage und zwei Nächte lang
in einer engen Kabine, gefüllt mit Fäkalien, auf
einem Schiff auf dem Bosporus gefoltert. Diese Situation ist
der Ausgangspunkt des musikalisch- theatralen Stücks
heute nacht trinke ich sonne. Ein beklemmender
Alptraum, in den der Zuschauer mit allen Sinnen hineingezogen
wird.